5
des Tuͤrken die wahre Gefaͤhrtin ſeines Lebeus. Der⸗ Taback heißt Javaſch, und aus einem drei Ellem langen Rohre ſteigt der Dampf, von aller Schaͤrfe⸗ gelaͤutert, zum Mund empor. Der Rauch dos turki⸗ ſchen Tabacks iſt uͤberaus angenehm, und laͤßt keinem bleibenden Geruch in den Kleidern zuruͤck. Ich ſah' auch viele Tuͤrken denſelben ſchnupfen, und mein Ibrahim ſtopfte ſeine Naſe gewaltig mit Buka⸗⸗ reſter.
Kaum zwei Stunden von Ra sgrad entdeckte ich weit und breit verfallene Mauern und Haͤuſer. Ueber⸗ all Trümmer, aber kein Leben, kein Menſch, keim Echo Von den Janitſcharen erfubr ich, daß dieß Arnaudkoͤi ſey. Schweigend ritten wir waͤhrend' der Nacht neben einander. Meine Seele war bei dem Klageliedern der vorausreitenden Poſtknechte, welche oft ſtundenlang ein Lied ſingen, das in vielen Strophen meiſßtens eine Geſchichte zum Gegenſtande hat, und von dem naͤchtlichen Dunkel, welches das matte Mondeslicht etwas verſcheuchte, wunderbar er⸗ griffen.— Ein Drittel ſchlafend, ein anderes Drittel wachend, und wieder eines traͤumend, kam ich mit Tagesanbruch in Schumna an. Die Janitſcharen zeigten mit vieler Selbſtgenug ſamkeit triumphirend den Kampfplatz, wo der Angriff der Moskowiten auf dus tuͤrkiſche Lager ſo ſtegreich von Juſſuf Paſcha iuruͤcgewieſen wurde.
Schumna, auch Schumla, iſt eine alte„im


