Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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ter oͤßterreichiſchem Schutze. Der katholiſche Biſchof reſidirt zu Nikopolis, hat ſeinen Kirchenſprengel in der Wallachei und Bulgarien, und wird vom Papſte ernannt. Die evangeliſch⸗lutheriſche Kirche ſchuͤtzt der ſchwediſche Geſandte zu Konſtan⸗ tinopel. Die Juden haben auch eine Synagoge. Die griechiſchen Kirchen mit drei, auch fuͤnf bis neun Thuͤrmen, ſind im Ganzen genommen plumpe Gedaͤude, deren Waͤnde von Innen und Außen mit grotesken Abbildungen von Heiligen und Wunder⸗Geſchichten geſchmuͤckt ſind. Kloͤſter gibt es nicht wenige, und die meiſten ſind mit Ringmauern umgeben. Die Metropolitan⸗Kirche und die erzbiſchoͤfliche Reſidenz iſt eines der vorzuglichſten Gebaͤude. Die Reſidenz des Fuͤrſten unterſcheidet ſich durch ihr äußeres Anſe⸗ hen in Nichts von andern Haͤuſern, als durch die aufgeſtellte Wache.

Chane zaͤhlt man 7 bis s. Der beruͤhmteſte iſt der Chan Scherban Wado, vom Füͤrſten Scher⸗ ban Kantakuſaͤn erbaut. Der Markt(Bazar) beſeht aus mehreren Gaͤngen mit Wetterdaͤchern und iſt mit Waaren aller Art gepfropft. Schenken und Keller werden haͤufig beſucht, die Kaffeehaͤuſer ſtehen in keinem ſonderlichen Rufe. Zu bemerken iſt der hohe Glockenthurm, nach deutſcher Art auf 4 Ecken uͤber dem großen Thore der Ringmauer aufſtrebend, deſſen unterſtes Stockwerk rechts und links die Abbil⸗ dung zweier Soldaten darſtellt in deutſcher Montur,