Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.

99

um die linke Schulter ein Schaffell, welches auf der Bruſt befeſtiget iſt. Sandalien von ungegaͤbtem Leder ſind um die Fuͤße gebunden. Alles Aeußere deu⸗ tet auf eine große Verwahrloſung und auf eine tiefe Verſunkenheit in die thieriſche Natur. Der Walla⸗ che iſt von ſtarkem Koͤrperbaue, wohlgewachſen und geſund nur die Gebirgsbewohner pflegen mit Kroͤ⸗ pfen geplagt zu werden aber trage und unbehuͤlflich. Seine Seele iſt geſtempelt mit dem Fluch⸗ Siegel der Sklaverei; er vermißt am gleichguͤltigſten unter den Bewohnern der europaͤiſchen Tuͤrkei den unerſetzlichen Verluſt der Freiheit. Nicht ſo iſt der deſpotiſche Adel geſinnt. Die Adelichen heiben Bofaren und die Bauern Rumum, d. j. Noͤmer. Die Einwohner, im Tuͤrkiſchen Ak⸗Fflik, nennen dieſe Laͤnder Sara Rumanaſea(roͤmiſches Reich). Die Ru⸗ mum bebauen die Laͤndereien der Bojaren und Grund⸗ eigenthuͤmer, und entrſchten ihnen den Sehnten. Die Zahl der Einwohner macht die unbedeutende Summe von 660,000 Köpfen aus.. Kaum waren wir eine Stunde Weges gefahren, ſo lag mein Wagen guf dem Boden und ich war ganz ſauft heraus gerollt. Nach einer kleinen Weile, als ich mein Naſentuch gebrauchen wollte, wurde ſch ſo gewaltig geſchoben, daß ich, wie ein Ball, hinausge⸗ ſchlendert wurde. Nicht weit von Argiſch lauerte mir wieder ein Ungluͤck auf. Unmerklich machte ſich

das Vordertheil meines Wagens los, und ich kutſchte