N ubien, werden, gleich den weißen, in der muham⸗ medaniſchen Religion auſerzogen, und eben ſo mild als dieſe behandelt. Sie ſind großtentheils zum Dienſte des Harem beſtimmt, und theilen ſelten das Bett mit dem Herrn, beſonders wenn er angeſehen und reich iſt. Nach einigen Dienſtjahren werden ſie ge⸗ woͤhnlich an weiße Sklaven verheirathet, und beide auf gleichen Fuß geſtellt. Bisweilen behaͤlt man beide im Hauſe, ohne ſie frei zu machen; die Frau faͤhrt dann fort in dem Harem zu dienen, und der Mann bleibt wie vorher um den Herrn, begleitet ihn auf Reiſen, und folgt ihm auch in dem Kriege nach⸗
Xv. Palaͤſte der Großen im Morgenlande.
Dieſe Palaͤſte, vorzugsweiſe Serails genannt, beſtehen nicht aus einem, ſondern aus der Zuſammen⸗ ſetzung mehrerer Gebaͤude, bei welchen haͤuſig die Sy⸗ metrie auf eine verkehrte Weiſe verletzt iſt. Die Vor⸗ derſeite eines ſolchen Palaſtes iſt gewoͤhnlich durch die unordentliche Stellung der Fenſter und durch das Neber⸗ ſpringen der Kioske und Erker in ungleichen Hohen entſtellt. Das vordere Eingangs⸗Thor hat Bogen und iſt mit Marmor von verſchiedenen Farben ausgeſchmuckt. Durch dasſelbe gelangt man in einen großen unge pflaſterten Hof, welcher von niedrigen Gebaͤnden um⸗ geben iſt, welche der Dienerſchaft eingeraͤumt ſind.
Durch ein anderes Thor reiten Leute vom Stande in den zweiten Hof. In dieſem fuͤhrt eine Wendel⸗


