Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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45⁵.

Maͤdchen, oder ein Weib nicht koͤnne von ihnen an⸗ geſehen werden, ohne dadurch in ihrem Werthe her⸗ abgeſetzt zu werden, ohne Gefahr zu laufen, ihrem bösartigen Einfluſſe ausgeſetzt zu ſeyn.

In der Tuͤrkei ſowohl, als in Perſien wer⸗ den die Sklaven beiderlei Geſchlechts gewoͤhnlich in fruher Jugend erkauft, in der muhammedaniſchen Re⸗ ligion unterrichtet, und faſt mit der Aufmerkſamkeit behandelt, wie die Kinder des Hauſes. Selten ver⸗ kauft ein Tuͤrke eine Sklavin, mit der er unzufrieden iſt; es genuͤgt ihm, ihr zu drohen, ſie zu ſtrafen, wie ſeine Kinder. Nach einem mehr oder weniger langen Dienſte, je nachdem ein Muſelmann mehr oder we⸗ niger die Vorſchriften ſeines Propheten beobachtet, welcher die Sklaverei nicht laͤnger, als auf eine Zeit von o Jahren feſiſetzt, ſchenkt er ſeinen Sklaven die Freiheit, und verheirathet ſie. Bei ſeinem Tode wer⸗ den die Sklaven und Sklavinnen ſeines Hauſes faſt allezeit frei.

Die Kriegsgefaugenen, wenn ſie nicht bald nach dem Kriege ausgeloͤſet werden, ſind, ſobald ſie nicht dem Schwerte unterliegen, natuͤrliche Sklaven, und fallen denen als Eigenthum zu, deren Beute ſie ſind. Man benutzt ſie zu den beſchwerlichſten Arbeiten, und ſie koͤnnen nicht hoffen, ihre Befreiung zu erhalten, in ſofern ſie nicht ihrem Glauben entſagen, oder ſich durch Geld ausloͤſen koͤnnen.

Die Reger⸗Sklavinnen aus Aethiopien und