Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſelbſt, doch unſtreitig einer der ſchoͤnſten Orte in die⸗ ſem Theile der Erde.

Der Wald von Belgrad enthalt viele fur Kuͤnſte und Medizin brauchbare Dinge, und eine außeror⸗ dentliche Ausbeute fur die Jagd.

Die Doͤrfchen in Belgrad's umgebung liegen nahe bei einander, und werden von Griechen bewwohnt. Die Felder zeigen einige Kultur, und man ſieht da Weinßoͤcke in Menge und artige Gaͤrten. In Bel⸗ g rad ſind mehrere Palaͤſte fremder Geſandten; weil man aber hier den Wechſelfiebern ausgeſetzt iſt, ſo zieht man Bujuckdereh der ſchoͤnen und laͤndlichen Lage Belgrads vyr. Die Luft wird naͤmlich in dieſem ſumpfigen, von Bergen umgebenen Thale, oft ungeſund und erzeugt dann epidemiſche Krankheiten. Dieſer Fall iſt ſeit der Zeit, als man aufgehoͤrt hat, einen kleinen See zu unterhalten und zu reinigen, welcher ſich neben dem Dorfe befindet. Dieſer See ward in einem Thale durch dicke Mauern gebildet, welche das Regenwaſſer aufhielt, wozu noch das Waf⸗ ſer von mehrern kleinen Fluͤſſen hinzukam. Durch den Abfluß wird ein Theil von den Waſſerleitungen verſehen.

XM. Die Dſchamie der Sultane⸗Valideh, Mutter Sultan Muhammeds IW.

Es iſt immer ein ſeltener Fall, daß Sultaninnen

Dſchamien oder Moſcheen konnen aufrichten laſſen, 72. Vd. Türkei. IV, 47 3