Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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eine Erhoͤhung, welche die Tuͤrken Kerehs⸗Bu⸗ run, die Griechen Dialitra nennen. Die Felſen, welche die Spitze von Dialitra bilden, hatten, vom Waſſer betrachtet, ehemals die Geſtalt eines Tannen⸗ Zapfens, und wurden von den Alten Petra Zikaa Ggerechte Steine) genannt. Die Fabel, welche zu dieſer Benennung Veranlaſſung gab, erzaͤhlt uns Dionys von Byzanz.Zwei Schiffer, ſagt er, legten in die Hoͤhlung dieſer Felſen ihren gemein⸗ ſchaftlichen Schatz, mit dem Schwure, daß keiner ohne den andern ihn beruͤhren ſolle. Uneingedenk der beſchwornen Zuſage, wollte einer von ihnen den Schatz entwenden. Da widerſetzten ſich die Steine, und machten ſeine Untreue zu Schanden.

Ueber Kerehs⸗Burun entdeckt man die Rui⸗ nen des Kloſters der heil. Suphaͤmia, und ein Agi⸗ asma, welches jetzt noch den Namen dieſer Heiligen traͤgt; weiterhin nimmt der alte Golf Bathykol⸗ vos ſeinen Anfang.

Gegen Abend naͤherten ſich viele Menſchen dem weſtwaͤrts von der Vorſtadt entfernten, beruͤhmten Spatzierplatze, welcher unter dem allgemeinen Namen Wieſe bekannt iſt. Wir fanden hier Griechen, Ar⸗ menier, Tuͤrken, Juden und Franken in einem hun⸗ tem Gewirre. Viele gingen ſpatzieren, Andere rit⸗ ten, wieder andere fuhren ganz europaͤiſch, und an⸗ dere waren unter dem Schatten der Baͤume gelagert.

Am Sonntage kommen ſogar die Einwohner von