Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Wegen des ſchoͤnen Wetters machten wir einen Spatziergang außerhalb Bujuckdereh. Wir gingen immer am Kay fort, hatten Rechts das Meer, und Links die auf der Dſtſeite der Ebene liegenden uͤbrigen Sommerpalaͤſte der europaͤiſchen Geſandten. Als wir die verſchiedenen Landhaͤuſer am Ufer des Kanals zu⸗ ruͤckgelegt hatten, gelangten wir endlich bis nach dem ſchwarzen Meere. Auf einem bergigten Fußſteige ka⸗ men wir zu einer Reihe Gebaͤude, unter welchen eine mit Kanonen bepflanzte Batterie hart am Bosvorus liegt. Wir hatten hier die Ausſicht nach Klein⸗ Aſien, wo die Ruinen eines alten Forts auf dem Gipfel eines Berges vorzuͤglich gut ſich ausnchmen.

Als wir in die Stadt zuruͤckgekehrt waren, gingen wir aus Neugierde in eine tuͤrkiſche Garkuͤche, wo wir eine hier gewoͤhnliche Volksſpeiſe, friſchgebratene Hammelkoͤpfe fanden. Zum Nachtiſche ließen wir uns eine ſehr angenehme und bei den Einwohnern be⸗ liebte Speiſe, Jurt genannt, auftragen. Sie wird aus ſauer gewordener Milch bereitet, und mit eben ſo viel friſcher Milch, als man hat ſauer werden laſſen⸗ vermiſcht, und mit Zucker genoſſen.

Das Schloß von Bujuckdereh auf einem ſeht hohen Berge, wurde im fuͤnfzehnten Jahrhundert auf Beſehl Sultan Muhammed's II. erbaut. Die ganze Gegend laͤngs der Geſtade, zwiſchen Tarapi und Bujuckdereh, nimmt ſich ſehr ſchön au Fuͤnfhundert Schritte vvn Tarapig ſoͤßt man a