358 am Meere, hinter welcher ſich die Zitadelle maſeſtaͤtiſch erhebt. Die vielen Thuͤrme, die ſchoͤnen hohen Zy⸗ preſſen, welche uͤberall hervorragten, erregten in den Philhellenen den Wunſch nach ihrer baldigen Beſiznahme. Vor der Stadt, in der Mitte des Meer⸗ buſens, lag das griechiſche Kaſßtell.
Das Lager hier war zur Beobachtung der Ebene ertichtet. Von hier kamen die Griechenfreunde auf eine Anhoͤhe, auf welcher ſich das zweite Lager befand. Sie geſellten ſich zur Truppe des franzoͤſiſchen Offiziers de Lavillaſſe. Das Oberkommando von der Blo⸗ kade hatte der tapfere Krieger Staieo. Das Lager war etwa eine Stunde von der Stadt entfernt, in einem halb zerſtoͤrten Donfe.
Die Garniſon von Napoli ſetzte durch ihre haͤu⸗ ſigen Ausfaͤlle das Belagerungskorps beinahe taͤglich in Bewegung. Die Philhellenen ruͤckten mit den Griechen vor Tages⸗Anbruch aus, zogen ſtille bis unter die Mauern der Feſtung, nahe an die Stadt, vertheilten ſich rings um die verſchiedenen Wege und verbargen ſich hinter Steinen und Felſen. Da lag man Stunden lang ohne ſich zu ruͤhren, bis durch die erſten Schuͤße auf die Feinde das Zeichen zum Auf⸗ bruch gegeben wurde. Sogleich eilten die Zuruͤckſte⸗ benden zur Huͤlfe, immer Steine und Felſen benutzend, um ſich vor den feindlichen Kugeln zu ſchuͤtzen. Ging es gluͤcklich, ſo drang man unter dem Jubelgeſchrei: Juria! Juriat vor; wazen die Feinde zu müchtig⸗


