Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſo zog man ſich in großter Eile, unordentlich und ſtille bis zur naͤchſten Stellung zuruͤck, bei welcher unter Schimpf und Geſchrei ein lebhaftes Feuer auf den Feind eroͤffnet wurde. Ebenſo ſchrien und ſchimpf⸗ ten die Tuͤrken, wenn ſie vordrangen. Die Bewe⸗ gungen der tuͤrkiſchen Reiterei fielen wegen der Felſen und Steine gewoͤhnlich zum Vortheile der Griechen aus. Gefallenen Feinden, waren ſie lebend oder todt, ſchnitten die Griechen die Koͤpfe ab, und ſchickten ſie dann mit den Kleidern und Waffen der Gefallenen in das Lager.

Eines Tages begab ſich Muͤller mit ſeinem Freunde Theobald auf eine der vorderſten Stellun⸗ gen, um einige tuͤrkiſche Piſtolen zu erbeuten. Einige Tuͤrken, welche ſich aus der Stadt wagten⸗ ließ man ganz nahe kommen, um ſie ſaͤmmtlich zu erlegen. Schreiend ſtüͤrzten die Griechen auf dieſelben und bemuͤhten ſich eifrigſt den Gefallenen die Koͤpfe abzuſchneiden, als plotzlich tuͤrkiſche Reiteret an⸗ ruͤckte. Schnell wurden die alten Stellungen einge⸗ nommen, aber ſtarkes Musketenfeuer vertrieb die Griechen aus denſelben. Bald war Muͤller verlo⸗ ren, wenn er nicht die zweite Stellung und mit ihr ſein Heil erreicht haͤtte. Hier erneuerte ſich der Kampf, die Luͤrken wurden öberflugelt und mit Verluſt zuruͤckgetrieben.

Die Griechen hatten 40 Koͤpfe und a Gefangene erkaͤmpft, dagegen uur einen Verluſt von 6 Todten