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umriſſe dar. Die Spuren der Kunſt ſind mit Aus⸗ nahme des Stadiums, der Grabmoͤler, und der in den Felſen gehanenen Niſchen ebenſo dunkel; nicht einmal die Lage des Apollo⸗Tempels iſt genau zu beſtimmen.
Von Delphi begaben wir uns durch das Thal des Pliſtus nach Arakova, einer Stadt auf den Hoͤhen einer der Berg⸗Ketten, welche ſich von Par⸗ naſſus herabſenken. Wir verfuͤgten uns nach dem alten Daulis, welches in einer maleriſchen Ge⸗ gend, am oͤſtlichen Fuſſe des Parnaſſus liegt. Von Daulis oder Davlia dehnen ſich die Ebenen Boͤotiens vor dem Auge des Wanderes aus; vor ihm liegt das breite fruchtbare Thal des Cephiſſus, in der Ferne die ſumpfige Ebene des Kopais; und in weiter Entfernung zeigen ſich die Berge, welche
die Durchfahrt des Euripus begraͤnzen. Dieſes Chal gegen Cheron aͤa iſt beruͤhmt durch den gro⸗ ßen Sieg K. Philipps, durch die erſten Großthaten Aleranders und durch den Geburtsort Plutarchs. Hier wurde der Anfuͤhrer der Phozier Onomarchus von den Thebanern geſchlagen; hier gewann Solla den Sieg uͤber Archelaus, als Befehlsha⸗ ber der Truppen des Mithritades.
In wenigen Meilen erreicht man Livadia, einſt beruͤhmt durch das Drakel Trophonius. Die Lage der Stadt am Abhange eines ſteilen Huͤ⸗ gels, auf welchem die Ruinen einer alten Feſtung


