Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Wir kamen bald an die kleine Stadt Pyrgetes⸗ wo wir die Gallerien und Vorhoͤfe aller Haͤuſer mit indiſchen Korn⸗Aehren, welche zum Trocknen auf Faͤden gehangen waren, gefuͤllt ſahen, indem dieſe Getraid⸗Art daſelbſt im Ueberfluſſe gedeihet. Des anderen Tages erreichten wir Litochori. Reiche Waldungen, Platanen und MaulbeerBaͤume vo

ſeltener Groͤße und Staͤrke waren uͤber die ganze Flaͤche verbreitet. Der daſelbſt gebaute Mais und Waizen, wie das Bauholz, werden nach Salonika geliefert. Gegen Mittag waren wir ſchon an den Kuͤſten des Archipel. Bald gelangten wir an das Kaſtell Platomana, welche eine große und un⸗ regelmaͤßige Gruppe von Gebaͤuden auf einem uͤber das Meer hervorragenden Vorgebirge iſt. Sůdwaͤrts dieſes fließt in einem tiefen Bette ein Strom, uͤber welchen wir ſchritten, und dann in eine Kluft zwi⸗ ſchen der Burg und dem Huͤgel linker Hand gelangten. Hier begiunt der ſchmale Landſtrich zwiſchen dem Meere und der Grundlage des Olymps, welcher die große Landſtraſſe von Theſſalien nach Mazedo⸗ nien bildete, und die vorzuͤglichſte Scene beider Feldzuge war, welche die Dberherrſchaft und das Geſchlecht der mazedoniſchen Koͤnige beendigte. Die Gegend zwiſchen Platomana und Litochori iſt offen, und ſenkt ſich von der Grundflaͤche zum Meere;

ihre Thaͤler fuͤhren die Gewaͤſſer von der öſlichen Seite der Gebirge herab. Der Fels⸗Grund an der

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