Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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durch ihre Einwirkung auf die Befoͤrderung der Wiſ⸗ ſenſchaften, beſonders mittelſt ihrer bedeutendſten Schule in Griechenland, ſehr beruͤhmt gemacht.

Von den Hoͤhen der Stadt Amphilochia ßie⸗ gen wir in, das Thal hinab, und erreichten die Ufer des Fluſſes da, wo er in die tiefen⸗Kluͤfte ſtroͤmt, welche ihn in das Meer leiten. Ungefaͤhr in der Mitte des engen Paſſes ſieht man an deſſen ſuͤdlicher Seite, und rechts von der Landſtraſſe einige hohe verfallene, zum Theile aus römiſchen Ziegeln beſte⸗ hende Mauern, und auf einer uͤber dieſe Stelle her⸗ vorragenden Klippe ſind die Ruinen einer alten Burg, durch welche die Kunſt der Natur zur Vertheidigung dieſes engen Paſſes zur Huͤlfe kam, von welchem Livius ſagt, daß 10 Mann ihn vertheidigen koͤnnen. Gerade unter dieſen Ruinen faͤllt von den Hoͤhen des Berges Ofſa ein Strom in den Peneus herab, welcher, in ſeiner Vereinigung mit dieſem, eine herr⸗

liche Natur-Srene gewaͤhrt. Richtet man ſeinen

Blick aufwarts zwiſchen den Felſen-Klüften au dieſer Seite, ſo ſcheint unbegreiflich, wie Alexander der Große ſein Heer aus Mazedonien nach Theſſalien die Abhaͤnge des Oſfa hinabfuͤhren konnte, um die Hinderniſſe zu beſeitigen, welche die Einwohner ſeinem Zuge durch Tempe ſetzten. Nachdem wir Tempe verlaſſen, und die Ebene erreicht hatten, zogen wir nordweſtlich uͤber den Fluß⸗ deſſen ufer lieblich mit Waldungen begraͤnzt ſind.