Kuͤſte bei Platomana iſt ſchoͤner Marmor; der Abhang des Olymp gegen das Meer iſt vorzüglich mit angehaͤuften, aus verſchiedenen Gattungen der urgebirge zuſammengeſetzten Brul ſtuͤcken bedeckt, welche viel Marmor und Serpentin enthalten. Auf einigen Theilen des Olymp ſoll waͤhrend des gan⸗ zen Jahres Schnee liegen. Doch kann man waͤhrend des Sommeis den Berg ohne Schwierigkeit erſteigen, und nahe am hoͤchſten Gipfel iſt ſogar eine kleine griechiſche Kapelle, wo jaͤhrlich einmal, im ſonder⸗ baren Kontraſt mit den mythologiſchen Erinnerungen dieſes Bezirks, griechiſcher Gottesdienſt gehalten wird. Die hochſte bewohnte Gegend des Berges iſt mit einem Kloſter beſetzt, welches dem heiligen Dio⸗ niſius geweiht iſt. Einige ſchaͤtzen die Hoͤhe des Olymps uͤber sooo Fuß, Bernouilli bingegen guf 1017 Toiſen.
XIV. Von Litochori reiſten wir in 12 Meilen nach der Stadt Katrina, welche vielleicht nur 300 Haͤuſer mit einer großen Moſchee enthaͤlt. Da dieſe Stadt eine Poſt⸗Station iſt, ſo mußten wir die Pferde, welche uns von Lariſſa hieher gebracht hatten, zuruͤcklaſſen, und andere dingen, welche nur um hohen Preis zu finden waren. Etwas Meilen von Katrina gelangten wir durch ein ziemlich brei⸗ tes Thal, und dann zu einer Huͤgel⸗Kette⸗ auf welcher die Stadt Kitros ſteht, wo ehemals das alte Pydna lag, leine Stadt, welche als der


