Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

284

Der vorzuglichſte Beſtandtheil des Felſengrundes der Pindus⸗Kette iſt Serventin⸗Stein, welcher, wo ſeine glasartige Oberflaͤche der Sonne ausgeſetzt iſt, wie ein Edelſtein glaͤnzt, und eine in das ſchwaͤrzliche fallende, dunkelgruͤne, mit etwas voth gemiſchte Farbe hat.

X. Auf unſerem Wege nach dem Staͤdtchen Kalabaka ſahen wir die wunderbaren Pyramiden der Felſen von Meteora, einer Gruppe iſolirter kegelfoͤrmig emporragender Felſen⸗Maſſe. Das Staͤdt⸗ chen mag 200 Haͤuſer haben. In deſſen Naͤhe ſind noch 10 Floͤſter, von welchen 7 auf den Felſen⸗ Maſſen ruhen. Von Lalabaka reisten wir nach STrikalaz dieſe Stadt liegt an der oͤſtlichen Seite der Huͤgel⸗Kette, welche ſich in die Ebene, von deren noͤrdlichen Graͤnze erſtreckt. Die Stadt hat vielleicht 2000 Haͤuſer, und mehr als 10,000 Einwoh⸗ ner, und ſcheint, wie andere tuͤrkiſche Staͤdte, in einem Walde zu liegen, aus welchen die hohen Mi⸗ narets von 7 Moſcheen hervorragen. Pbſchon die meiſten Einwohner Tuͤrken ſind, ſo gibt es doch 10 griechiſche Kirchen mit einem Biſchofe, und zwei uͤdiſchen Synagogen. Die Beſitzungen in dieſen Ebenen ſind ſehr vertheilt, und gehoren vorzuglich Luͤrken. Die groͤßten griechiſchen Gutsbeſitze in

Drikala haben nicht mehr als 4 sooo fl. jaͤhrlicher Pacht⸗Einkuͤnfte. Die Baumwolle⸗ Staude wird ſo eifrig gepflogen, daß man 6o,000 Zentner jaͤhrlich