Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

285

rechnen darf. Auch die Zucht der meiſen ſchwarz⸗ wollichten Schafe wird ſtark getrieben, und die Wolle zu groben Zeugen verwendet.

Von Trikala kamen wir in zwoͤlf Stunden uͤber Zarbo nach Lariſſa, welche mit 24 Moſcheen geziert iſt. Sie war eine der anſehnlichſten Städte des alten Theſſalien's, iſt jett die Hauptſtadt der Provinz, und der Sitz der Regierung.

XI. Die eribiſchoͤfliche Stelle zu Lariſſa iſt eine der eintroͤglichſten der griechiſchen Kirche; neun Bißthuͤmer ſind ihr untergeordnet, und die Einkuͤnfte betragen mehr als so,000 fl. Lariſfa enthaͤlt 20,000 Einwohner in 4000 Haͤuſern; ihr Inneres iſt ſchlecht und unregelmaͤßig, die Straſſen ſind krumm, die Haͤuſer ſowohl als die Bewohner haben das Gepraͤge der Armuth. In den Vorſtaͤdten ſind viele Neger⸗ drei Viertheile der Einwohner ſind Tuͤrken. Die Griechen und Juden belaufen ſich kaum auf 1000 Fa⸗ milien. Die Tuͤrken werden eines ſehr wilden und rauhen Charakters, und ſehr feindſeligen Geſinnun⸗ gen gegen die chriſtliche Religion beſchuldigt.

KII. Die Ebenen von Lariſſa ſind ebenſo fruchtbar, als die uͤbrigen Gegenden Theſſalten's. Mais, Waizen und Tabak gedeihen vorzglich; zabl⸗ reiche Heerden von Schafen weiden im noͤrdlichen

cheile dieſer Ebenen. Der fette Boden beſtaͤtigt die

Sage, daß das ganié weite Thal einſt mit Waſſer bedeckt war. Jetzt fuͤhrt es einen bedeutenden Aus⸗