—
1
Italien ausgewanderter Stamm die Stadt Alba⸗
nopolis in Illyrien gegründet habe. Allein die griechiſchen und gothiſchen und andere Woͤrter, welche mit neueren Sprachen verbunden ſind, widerſprechen der Vermuthung, daß die Albaneſer von jener Stadt abſtammen. Da ſie der Kriegsmacht der tuͤrkiſchen Herrſcher dienten, ſo haben ſie durch ihre Thaten ſo viel Macht und Anſehen erworben, dab ihre Herr⸗ ſchaft von den Luͤrken, wie von den Griechen, im Innern des Reichs gefuͤrchtet wird. Die Zeit von der Eroberung Albaniens durch die Tuͤrken bis zur Erhebung Ali Paſchas iſt nichts als ein Gemaͤlde innerer, nur zu oft durch Barbarei beieichneter Feh⸗ den. Dieſer gefurchtete Fuͤrſt iſt in mehreren Hand⸗ buͤchern bereits nach ſeinem Leben und Charakter
geſchildert.
vII. Die Stadt Jvannina dehnt ſich am weſt⸗ lichen ufer des Land-Sees aus, welcher vielleicht s Meilen lang, und 2 breit iſt. Die Halbinſel, wel⸗ che die Feſtung der Stadt bildet, erſtreckt ſich tief in den See hinein, und hat an ihrer Spitze zwei felſichte Vorgebirge, auf deren einem eine große von Cypreſ⸗ ſen umgebene Moſchee ſteht. Auf dem andern ſieht man das alte Serail des Paſcha von Jvannina⸗ Der Anblick wird verherrlicht durch eine im See der Stadt gegenuͤber liegende Inſel, auf welcher ein klei⸗ ner Pallaſt des Vetiers ſeht. Die Stadt iſt nicht ſo bevolkert, als man nach dem Umfange ſchließen ſolltes


