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nur der mittlere Theil, als der Sitz der Kanfleute, iß mit foitlaufenden Rethen von Haͤuſern beſetzt. Dio Straßen ſind unregelmaͤßig, die unterſte Volksklaſſe, wohnt in Lehmhuͤtten, die mittlere in Haͤuſern, deren oberer Theil aus Holz und mit einer vorſpringenden Gallerie verſehen iſt. Die Haͤuſer der vornehmſten und reichſten Einwohner ſind zwar gewoͤhnlich ſehr groß; doch auch mit Gallerien nach tuͤrkiſcher Bauart verſehen, welche die Fenſter ſo bedecken, daß die Haͤu⸗ ſer wie Gefaͤngnſſe ausſehen. Die Kauflaͤden fuͤllen 20 bis 22 Straßen, welche ſich in unregelmaͤßigen Winkeln durchſchneiden, ſehr enge ſind, und durch die vorſpringenden Daͤcher noch duͤſterer werden; deſ⸗ ſen ungeachtet bietet der lebhafte Verkehr manche An⸗ nebmlichkeit dar.
Zu Jvannina gibt es 16 Moſcheen und 7 oder s griechiſche Kirchen mit einem Exzbiſchofe, welchem mehrere Biſchoͤfe im noͤrdlichen Albanien unter⸗ geordnet ſind. Doch koͤnnen manche gottesdienſtliche Handlungen wegen der vielen Türken nicht ausgeuͤbt werden. Die Zahl der daſelbſt wohnenden Sürken, Albaneſer, Griechen und Inden mag ſich, mit Aus⸗ ſchluß der Beſatzungen, auf 30,000 belaufen. Die Griechen ſind die zahlreichſten, wohlhabenſten und aͤl⸗ teſten Bewohner, und bilden gleichſam die Kauf⸗ mannſchaft. Die Cuͤrken ſind ſtumpf, traͤge, vorur⸗ theitsvoll, und von ihrem bekannten National⸗Stolze esfoͤllt. Die Juden ſind S pder Handwetrker,


