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ten s Pferde zum Reiten, und 2 zum Tragen unſeres Gepaͤckes. Die Pferde waren klein und hatten ein ſchlechtes Ausſehen; aber ſtark und zur Arbeit abge⸗ härtet. Von der ehemaligen Unſicherheit iſt keine Spur mehr zu finden, ſeitdem der kraftvolle Ali Paſcha ſeine wirkſame Polizei im ganzen Gebjete durchgeſetzt hat.
Das Serail Mouliana liegt 15 Meilen von Arta, iſt ein großes zwiſchen Bergen und Waͤldern gelegenes Gebaͤude, wo der Vesier ſich auf ſeinen Reiſen an den Seekuͤſten manchmal aufhielt. Die Ge⸗ gend zwiſchen Mouliana und Cingue Pozzi iſt ſehr wild und unbebaut. Die Berge dieſer Gegend haben einen dichten Kalkſtein⸗Felſen von milchweißen Farbe zur Grundlage. Cingue Pozzi iſt ungefaͤhr der halbe Weg zwiſchen Arta und Jvannina, und 1800 bis 1600 Fuß uͤber die Meereslaͤche erhaben. Der s bis Fſtuͤndige Weg wurde uns durch einen Zu⸗ fall ſehr verſuͤßt, wir begegneten naͤmlich einem gan⸗ zen nomadiſch herum ziehenden Schaͤfer⸗Volke, wel⸗ ches mit ſeinen Familien, tragbaren Wohnungen, Geraͤthſchaften und Heerden von ſeinem Sommer⸗ Sitze auf den Gebirgen Albanien's herabzog, um ſie in der Naͤhe von Arta und andern Kuͤſten uͤber⸗ wintern zu laſſen. Der ganze Zug dauerte faſt2 Mei⸗ len, und die Zahl der Pferde, auf welchen Wohnun⸗ gen, Geraͤthe und Kinder fortgeſchafft wurden⸗ betrug meht als 1000. Das Volk war geſund, kraͤftig, batte


