Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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benutzt. In der Naͤhe von Arta gibt es auch viele Weinberge, Drangen⸗ und Feigen⸗Baͤume. 3 V. Zur Stadt Arta gelangt man uͤber den Fluß Argetus, welcher ſie in einem halben Sirkel um⸗ fließt. Am Eingange ſtehen noch s prachtvolle Kup⸗ veln einer alten griechiſchen Kirche, neben welcher das Serail ſich befindet. Wir wurden zwar von einem Griechen, als engliſchen Agenten, waͤhrend ſein Be⸗ dienter ein Quartier fuͤr uns ausmiethete, mit Zuker⸗ werk, Tabakspfeifen, Kaffee bedient; allein wir muß⸗ ten uns mit einer ſchmutzigen Wohnung begnügen, deſſen Einwohner durch Zuvorkommenheit alles zu er⸗ ſetzen ſuchten. Arta war noch im 14. Jahrhunderte eine bedeutende Stadt, als Andronikus Palaͤolo⸗ gus ſie belagerte und eroberte, nachdem die Einwoh⸗ ner ſich gegen ihn aufgelehnt hatten. Sie zaͤhlt mehr als 6000 Einwohner, enthaͤlt 6 Moſcheen und 24 griechiſche Kirchen. Am Abende unſerer Ankunft be⸗ ſuchten wir noch den Handelsplatz oder Baz ar, welcher von Juden und Griechen belebt, und mit Waaren aus dem weſtlichen Europa beſetzt war. Man rechnet mehr als so Ladungen Waizen und indiſches Korn, welches jaͤhrlich nach Italien, den Joniſchen In⸗ ſeln und Malta geliefert wird. Brenn⸗ und Bau⸗ Polz laufen jaͤhrlich 20 bis 30 Ladungen nur nach Malta, Tabak und Del ſind von beſonderer Guͤte. Von Arta begaben wir uns nach Cinque Pozzt auf eine Entfernung von 20 bis 22 Meilen; wir hat⸗