Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Schamakhis geht in ein ſehr hohes Alterthum zu⸗ ruͤck. Nach Voltaire ſoll ſie fuͤr kurze Zeit die Hauptſtadt Mediens, und die Reſidenz des Cyrus geweſen ſeyn. D'Anville halt es fuͤr das Mama⸗ chia des Ptolemaͤus. Es war durch ſeinen Hau⸗ del bluͤhend, und Olearius fand es gegen 1646 noch in ſeinem Glanze. Die Ruſſen trieben großen Han⸗ del daſelbſt. Als aber gegen Anfang des letzten Jahr⸗ hunderts die ruſſiſchen Kaufleute von den Perſern er⸗ mordet wurden, zog Peter der Grote nach Schir⸗ wan, und verheerte Alt Schamakhi, den Tod ſei⸗ ner Unterthanen raͤchend. Seit dieſer Zeit erholte ſich dieſe ungluͤckliche Stadt nicht wieder. Wegen der Ungeſundheit des Koſaken⸗Poſtens ſchliefen meine Reiſegefaͤhrten unter freiem Himmel. Ein 6 Werſte entferntes Dorf half unſerm Mangel an Lebensmitteln ab. Wir fanden die Straßen regel⸗ maͤßig angelegt, und die Mauern der Bazars und Haͤuſer noch aufrecht ſtehend. Die Bogen der Kara⸗ vanſerails waren theils halb zerbrochen, theils noch ganz; 25 bis 30 Einwohner, der einzige Ueberreſt von 400,000 Seelen, welche dieſe Stadt vor kaum einem JFahrhunderte in ihren Mauern enthielt, hielten ſich am aͤußerſten Ende der Stadt auf. Die, eine Werſ von der Poſt entfernte Feſtung war der Aufenthalt des Khan von Schirwan, und in einem noch ziemlich guten Zuſtand. Die Wohnungen hatten eine geſunde Lage und zahlreiche Quellen enthielten reines