Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

289

befindliche fremde Geld, und ſie werden noch mehr ver⸗ ſchlechtert, als die einheimiſchen Tomahns, weil der Verfaͤlſcher weniger Gefahr zu befuͤrchten hat. Falſch⸗ muͤnzer leiden im Entdeckungsfalle den Tod; Geldbe⸗ ſchneider oder Verderber der Nationalmuͤnzen werden mit Verſtuͤmmlung beſtraft. Der gewoͤhnliche Werth einer Dukate, welche in verſchiedenen Geſtalten, z. B. eines Vier⸗, Fuͤnf⸗ oder Acht-Eckes, iſt 6 Rihls. Be⸗ traͤchtliche Summen dieſer Muͤnze werden gewoͤhnlich nach dem Gewichte aufgezaͤhlt.

34. Als ich mit dem Prinzen von Tabriz aufbrach, machten etwa 160 Reiter den Vortrab. Hinter dem Prinzen ritt unmittelbar ſein aͤlteſter Sohn, Muha⸗ met Mirza, ein Knabe von ungefaͤhr 12 Jahren, mit ſeinem Vetter, dem Sohne Ali Schah's, Statt⸗ halters von Teheran, und Malek Khaſſum Mirza, dem juͤngſten Sohne des Koͤnigs. Nunmehr kamen die Khans und Staatsminiſter mit dem ganzen Heere der noͤthigen Beamten, welche ſich ohne Unter⸗ ſchied unter 6— 600 Guhlams(Reiter in Dienſten des perſiſchen Koͤnigs) miſchten. Dieſe zahlreichen Haufen halten keine Marſch-Drdnung. Unter den Dienern haben einige die Beſorgung deſſen, was zum Taback⸗Rauchen erforderlich iſt. Eine herrliche Figur macht eines von dieſen Gepaͤcksſtuͤcken bei dieſem bunt⸗ ſchaͤckigen Aufzuge, ſo wie der Mann, das Pferd und alles, was zu ſeinem Amte gehoͤrt. Ein paar eylin⸗ derformige lederne Futterale ſind auf jeder Seite ſei⸗

X