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Bei meiner Ankunft zu Tabriz war der Prinz zu Koiy, einer der ſchoͤnſten Staͤdte ſeiner Provinz, und ich hoffte mit Ungeduld auf das Ende des kurzen Zeitraums, welchen er gewoͤhnlich daſelbſt mit Beitzen und Jagen zubringt. Koiy liest angenehmer als Dabriz, hat mehr natuͤrliche Schoͤnheiten und einen ſicherern Grund. Der See Urumia ſuͤdoͤſtlich von Koiy, nicht weit von der Stadt, wird gewoͤhnlich fuͤr den Spauto und Mareianus des Strabo und Ptolomaͤus gehalten. Nach einem Verſuche des un⸗ gluͤcklichen Browne enthaͤlt er ein Drittheil Salz mehr, als das Meer. Die Seen Sevan, Urumia und Van ſind die einzigen Gewaͤſſer von dieſer Ge⸗ ſtalti, welche man auf der großen Strecke Landes zwi⸗ ſchen dem ſchwarzen Meere, dem kaſpiſchen See und dem Meere von Ormuz findet, und ſie ſcheinen beinahe gleich weit von einander zu liegen.
Ungefahr um die Mitte des Dezembers ſchneiete es eines Morgens bei einem fuͤrchterlichen Nord⸗Oſt⸗ winde, und noch vor. Abend war das ganze Land meh⸗ rere Fuß tief mit Schnee bedeckt. Hierauf wurde das Wetter ruhig, und die Sonne fuhr mit einem Glanze zu ſcheinen fort, welchen man bloß in Laͤndern von einer ſolchen durchſichtigen Atmosphaͤre zu ſehen bekommt. Dieſer eigenthuͤmliche Glanz des Tages bei einer Kaͤlte von 8 Graden Reaumur, und in der Helle der Nacht bei 12, 44 und 46 Graden Kaͤlte zeigte den Winter in ſeinem ſchoͤnſten Gewande. Wahrſcheinlich


