Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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oder jede andere Speiſe zu, und ſchob ſie faſt in dem⸗ ſelben Augenblicke in den Mund. Die linke Hand braucht der Perſer blos zu den niedrigſten Geſchaͤften; indeß verrichtete wenigſtens waͤhrend der Mahlzeit die

geehrte Hand das Geſchaͤft zweier; denn keinen Au⸗

genblick ruhte man waͤhrend des Eſſens; ſondern fuͤhrte

ununterbrochen Fleiſch, Melonen, Scherbet u. ſ. w.

aus der Schuͤſſel nach dem Munde. Ich geſtehe, daß ich in meinem Leben nie eine ſtillere Mahlzeit ge⸗ ſehen habe, wie auch keine, wo das Kauen ſo hoͤrbar geweſen waͤre. Mir kam die Geſellſchaft wie eine Reihe gewiſſer ehrbarer vierfußiger Thiere vor, welche mit ihren Koͤpfen nicht weiter von ihren Troͤgen ſind, als die unſrigen von den Schuͤſſeln waren. So oft ich einen Verſuch machte, etwas von dem Haufen der Speiſen vor mir zu gemeßen, fiel mir der Reis in den Aermel; nach mehreren fruchtloſen Verſuchen, etwas

von dieſem angenehmen Gerichte zu genießen, gab ich ſie auf, und begnuͤgte mich mit einem oder zwei tro⸗

ckenen Kabbobs(trockenen Stuͤcken gebratenen Flei⸗ ſches).

Nach dem Mahle goß man Waſſer auf die rechte Hand, welche wir nach der Reihe uͤber ein Becken bielten, waͤhrend Jedermann ſeinen Bart oder ſeinen Knebelbart von den Ueberbleibſeln der Mahlzeit rei⸗ nigte. Als ich auf den Beinen war, konnte ich nicht darauf ſtehen, und haͤtte mich nicht einer meiner Lands⸗ leute unterßtͤtzt, ſo haͤtte ich niederfallen muͤſſen.