Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Blume in den Haͤuſern und außerhalb derſelben in Perſien, muß den fremden Reiſenden bei jedem Schritte daran erinnern, daß er in dem Lande des Haſiz, der Nachtigallen und Roſen iſi.

Die perſiſchen Frauenzimmer bemalen ihren ſchö⸗ nen Koͤrper mit einer Menge phantaſtiſcher Aufſchrif⸗ ten, ſehr oft mit Figuren von Baͤumen, Voͤgeln und Thieren, mit Sonne, Mond und Sternen, auf eine merkwuͤrdige Art. Dieſe Art von Malerei geht uͤber den Buſen weg bis an den Nabel herab, um den herum gewoͤhnlich irgend eine Figur mit Strahlen gemalt wird. Alles dieß kann man bei ihrem Anzuge ſehen, indem jedes Kleidungsſtuͤck, ſelbſt das leichte Gaze⸗Hemde, vom Halſe bis auf dieſen Punkt herab offen ſteht; ein ſonderbarer Geſchmack, welcher ſicher mehr barbariſch, als anſtaͤndig iſt.

Von dem Frauenzimmer-Hofe gingen wir durch ein nicht ſo großes Viereck, um welches ſich die Zim⸗ mer der Verſchnittenen befanden. Eine Thuͤre fuͤhrte durch einen langen, dunklen und gewundenen Gang zu einem großen und ſchoͤn bepflanzten Garten. Auf der einen Seite war der große Audienz⸗Saal des Prin⸗ zen, kuͤnſtlich erbaut, und mit ſchoͤnen Gemaͤlden ge⸗ ziert. Sogleich nach meiner Ankunft zu Tabriz hatten mich die vornehmſten Beamten des Hofs des Prinzen⸗ Statthalters beſucht, um mir die Nachricht mitzuthei⸗ len, daß ſeine konigliche Hoheit auf einige Zeit ver⸗