Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ter Laune uͤber ihrem ganzen Geſichte. Ihr Anzug iſt kriegeriſch und anmuthig.

Die Maͤdchen Kirkaſſiens, haͤufig wegen ihrer Schoͤnheit von herumſtreifenden Staͤmmen geraubt, bekommen nach der Geburt einen ledernen Guͤrtel um den Leib. So wie ſie heranwachſen, bekommen ſie einen andern und ſofort, bis nach dem Landesge ſchmack die Geſtalt vollkommen ausgebildet iſt. In der erſten Hochzeit⸗Nacht ſchneidet der Mann den Guͤrtel mit ſeinem Dolche entzwei. Nach der Heirath werden die

Weiber ſehr eng eingeſchloſſen, indem man nicht einmal

den Anverwandten des Gatten geſtattet, ſie zu beſu⸗ chen. Dagegen macht der Mann keine Einwendung, dieſes Recht einem Fremden einzuraͤumen, dem er er⸗ laubt, die geheiligten Bezirke ſeines Hauſes zu beſu⸗ chen, ohne uͤber den Anſtand der Frauen zu wachen: denn es iſt bei den Zirkaſſiern Gebrauch, ſich nie von einem Dritten, in Gegenwart ihrer Weiber, ſehen zu laſſen.

Am Morgen des Hochzeittages ſindet ſich die Braut bei ihrem Gatten mit einem Panzer, Helm und allen andern Gegenſtaͤnden ein, welche zu einer vollſtaͤndigen Kriegs⸗Ruͤſtung erforderlich ſind. An dieſem Tage ſchenkt ihr auch der Vater einen kleinen Theil von ihrer Ritgift, waͤhrend er zugleich einen Stammbaum von ſeinem Schwiegerſohne erhaͤlt. Auf dieſen Punkt, als einen Ehrenpunkt, halten Alle mit der größten Gewiſſenhaftigkeit. Denn Jeder ſteht nach der Rein⸗