Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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nung der Weſte ſieht. Es geht nur bis an den Rand der Kehle, und laͤßt dadurch den Hals ganz bloß. Die Weſte von verſchiedenartigem Stoffe hat leicht am Arm anliegende Aermel. Ueber dieſelbe traͤgt man ei⸗ nen Oberrock, welcher bis an die Kniee geht, oben aber offen iſt. um die Lenden laͤuft gewoͤhnlich eine weiße Zeugſchaͤrpe, in welcher man einen Degen traͤgt. Die kurzen Hoſen reichen blos bis an die Knie. An den Beinen traͤgt man ein Paar Struͤmpfe, und feſt zugeſchnurte Halbſtiefel, gewoͤhnlich von ſchwarzer oder ſcharlachrother Farbe, mit ſehr ſpitzigem Schnabel. Alle dieſe verſchiedenen Kleidungsſtuͤcke ſind oft ſehr ſchoͤn mit goldenen Schnuͤren und Stickereien geziert. Die Oberlippen ſind mit Haaren bewachſen; eine hohe ſchwarze Schafpelzmütze, unter welcher einige dunkle, lockige Haare etwas hervorragen, vollendet den Anzug eines edlen Georgiers.

Die niederen Klaſſen unterſcheiden ſich von dem Anzuge der hoͤheren durch lange weite Hoſen, und durch einen Dolch, ſtatt des Degens, im Guͤrtel.

Der Anzug der vornehmen georgiſchen Frauen⸗ ziminer beſteht in einer Binde um die Stirn; jene iſt reich mit Edelſteinen beſetzt, und haͤlt ein Paar ſchwarze Locken, welche auf jeder Seite des ſchoͤnen Geſichtes berabhaͤngen. Das Geſicht wird ſo dick bemalt, daß man keine Spur ſeiner urſpruͤnglichen Beſchaffenheit ſeben kann. Die Augen ſind grob, ſchwarz, angenehm,