Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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aber die Weiber aus, ſo behalten ſie jedoch die alte Sitte der Verſchleierung bei.

Außer dem beſondern Vergnuͤgen fuͤr einen Kriegs⸗ mann, wenn er die Ueberreſte und die Lage der Zita⸗ delle und anderer Werke betrachtet, beſitzt das Thal hinter den oͤffentlichen Baͤdern, welches nach den groͤß⸗ ten unter den Ruinen fuͤhrt, maleriſche und anziehende Gegenſtaͤnde ſelbſt Uns naͤher in die Beſchreibung dieſer und in der Folge mehrerer anderer Staͤdte und dergl. einzulaſſen, halten wir fuͤr uͤberfluͤſſig; indem wir unſere Leſer auf die fruͤheren Berichte von Per⸗ ſien verweiſen, und hier nur die Veraͤnderungen und dergl. der neuern Zeit heraus heben.

Das faſt beſtaͤndige Regenwetter waͤhrend meines Aufenthaltes zu Tiflis hinderte mich, in die ſchoͤne Provinz Kahetia(das berühmte Albanien der Al⸗ ten) einzudringen. Was ich jedoch ſah, uͤberzeugte mich von dem Reichthume und der Schoͤnheit der Thaͤ⸗ ler dieſer Provinz. Die Hügel, ja ſelbſt Berge, prang⸗ ten mit den ſchoͤnſten Waͤldern, zwiſchen den Baͤumen befanden ſich eine Menge herrlicher Plaͤtze, wo die koͤſtlichſten, obſchon wilden Trauben, und das wohl⸗ ſchmeckendſte Obſt wuchs. In den Thaͤlern Kahe⸗ tiens wachſen in Menge Hauf, Flachs, Reis, Hirſe⸗ Gerſte und Weizen; es finden ſich Faſanen, wildes Ge⸗ fluͤgel aller Art, Antilopen, Rothwild, Schafe und alle Arten Hausthiere in dieſem weidenreichen Lande. Die Fluͤſſe vermehren noch die Reichthuͤmer der Na⸗