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uns guͤtig und gaſtfreundlich auf, und ſobald wit eine Wohnung im Hauſe des Delatov(Miniſters) erhal⸗ ten hatten, ſchickte er uns Schoten mit Milch, Reis, Mehl und Honig; eben ſo bekamen wir am Abend einen Ueberfluß von Lebensmitteln, und am folgenden Morgen ein ſchoͤnes, lebendes Schaf.— Miram (eine Prinzeſſin in der Sprache von B ornou), die geſchiedene Frau des Scheik's El Kanemy, wohnte in Angala, und wir bekamen nun die Erlaubniß ſie beſuchen zu buͤrfen. Ihr Vater hatte ihr ein ſchoͤnes 1 Haus gebaut, wo ſie beſtandig lebte. Zu ihrem Haushalt gehoͤrten so Perſonen. Sie war eine ſchoͤne, gutgewachſene Negerin, ohngefaͤht 38 Jahre alt, und hatte viel von dem ſanften Betragen, das den Scheik ſo angenehm machte, angenommen. Sie ſaß auf ei⸗ ner Erhoͤhung, die mit einem türkiſchen Teppich be⸗ deckt war; um ſie her waren 20 ihrer Lieblingſelavin⸗ nen, alle auf gleiche Weiſe gekleidet; ſie trugen feine, weite Hemden, die ihnen bis auf die Fuͤße gingen,
ihr Nacken, die Naſe und die Ohren, waren reich mit Korallen geſchmuͤckt. Sie gab mit Anmuth Audienz;
vier Eunuchen bewachten den Eingang, und ein Zwerg, ebenfalls ein Neger, der nicht ganz drei Fuß hoch war, bewahrte ihte Schluͤſſel und ſaß zu ihren Fuͤßen, mit den Inſignien ſeines Amtes auf den Schultern, reich gekleidet in Sudantobenu. Wir verließen Angola den folgenden Tag, zum großen Kummer unſeres Wirtbes, des Delatoo, der uns gerne noch eine Woche


