Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

349

Sultane gingen und kamen Boote nach und von Kab⸗ ſhary. Kvuka eriſtirte damals nicht, und An⸗ gornou war ein Haufe Huͤtten. In dem fruher von den Mungas eingeaſcherten Kabſhary, wo wir den Scheik treffen ſollten, ſind die Huͤtten gut, und bei der Menge von langem Graſe, das die uͤberſchwemmten Gruͤnde neben dem Fluſſe ihnen liefern, ſind ſie beſſer gebaut und wiederſtehen dem Regen laͤnger als die in Kouka. Im Innern ſind ſie durch Matten getheilt, die von den Frauen mit großer Sauberkeit verfertigt

werden; die Thuͤr beſteht aus einem Holzrahmen, der

mit Stroh ausgeflochten iſt. Einige von den Wohnun⸗ gen der Vornehmen haben eine Wand von Matten rings umher, ſo daß ein Hofplatz da iſt; auf dieſem ſteht bisweilen noch eine zweite Hutte fuͤr die Frauen oder Sklaven, und fuͤr die Kühe oder Ziegen, die ſie der Milch wegen halten. Der Scheik war rein und einfach gekleidet; er trug zwei weiße buntgewirkte Toben von Muslin, und einen Bornus von derſelben Farbe, ein Caiſimir⸗-Shawl biidete den Turbanz über ſeine Schultern hing der Saͤbel; den, wie er ſagte⸗ der engliſche Sultan ihm geſchickt habe. Nach⸗ dem wir uns laͤnger, als unſer Wunſch war, aufge⸗ halten hatten, kehrten wir nach Angornou zuruͤck, blieben aber nicht, ſondern zogen zwei Tage lange nicht weit vom See hin, und kamen nach Angala,

einem Dißrikte, der ſonſt Bornou unterworſen

war. Der Sultan, ein wohlwollender Alter, habm

7. d. Afrika. 1i1. 3.