Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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an, ſtoßt ſie zu einem Klumpen zuſammen, und bringt ſie ſo auf den Markt. Gemüß war ſelten, Zwiebein und eine Art Tomatves war das einzige⸗ was man zum Verkauf ausbot; und eine Art Limonien, die der Scheik uns aus ſeinem Garten ſchickte, war die ein⸗ zige Frucht, die wir in Bornou ſahen. Leder brachte man in großer Menge; die Haͤute einer Schlan⸗ genart und Stücke von Crokodillenhaut, die man zur Zierrath an Dolchſcheiden gebraucht, wurden uns auch angeboten. Butter, Leban(ſaure Milch), Honig und hoͤlzerne Schalen aus dem Schudan traf man ebenfalls an. Die Tracht der Frauen war ſehr man⸗ nigfaltig; am zahlreichſten waren die aus Kanem und Bornou, jene waren ſo huͤbſch, als dieſe haͤßlich. Die großte Verſwiedenheit findet blos in dem Kopf⸗ zeug ſtatt; der Unterſchied in der dürftigen Bedeckung des du⸗ gen Korpers, haͤngt von der Wahl einer jeden Frau ab, die das Stuck blauer oder weißer Leinwand unter den Armen zubindet, oder es maleriſcher auf⸗ der einen Schulter befeſtigt, ſo daß die eine Bruſt ent⸗ bloͤßt bleibt. Bei den Kanembvo⸗Frauen hingen kleine Haarflechten rund um den Kopf, bis auf den Nacken, eine lederne Rolle, oder eine Schnur kleiner kupfer⸗ ner Knöpfe faͤllt vom Scheitel auf jeder Seite des Ge⸗ ſichts herab, und dies ſeht keineswegs uͤbel aus. Bis⸗ weilen haben ſie eine Schnur mit ſilbernen Ringen

ſtatt des kupfernen Schmuckes, und einen ſilbernen Schuuck vorn auf der Stirne. Wir verweilten einige