272
tet konnte die Horde dieſe Thiere nicht vertrei⸗ ben. Der Anfuͤhrer der Horde erſuchte mich, ſie von einer ſo unangenehmen Nachbarſchaft zu befreien. Ich verſprach dem Fuͤhrer, das Moͤglichſte beizutragen. Mit dem Anbruche des Tages zogen alle Maͤnner der Horde mit Pfeilen, Bogen und Sagayen bewaffnet aus. Bei dem Aufgange der Sonne verminderte ſich das Gebruͤlle der Loͤwen, und dieſes Stillſchweigen war fuͤr uns das Zeichen zum Aufbruch. Der Platz, wo ſich die Loͤwen aufhielten, war mit Dickigt umge⸗ ben, welches etwa 200 Schritte lang, und 60 Schritte breit war. Um die Loͤwen aus dieſem Platze zu brin⸗ gen, kamen wir auf den Einfall; alle Ochſen der Horde mit Gewalt hineinzutreiben. Dazu kam noch das Gebell meiner Hunde.— Das Gebruͤll der Löwen und Ochſen, das Bellen der Hunde, und das unun— terbrochene Geſchrei der Menſchen machte ein fuͤrch⸗ terliches Concert. Endlich ließ ſich die Loͤwin be⸗ wegen aus dem Gebuͤſche herauszugehen; allein ein Flintenſchuß meiner Leute ſireckte ſie zu Boden. Alle andern Verſuche, den Loͤwen aus dem Gebuͤſche zu locken, mißlangen.
Der Anfuͤhrer der Horde bat mich, vier Schafe und zwei Rinder fuͤr die ihm geleiſteten Dienſte anzu⸗ nehmen. Die Schafe ließ ich ſogleich ſchlachten, um zu dem Feſte, welches die Wilden mit dem Fleiſche der Loͤwin felern wollten, auch etiwas beizutragen; die Rinder ſcheukte ſch dem Klaas, welcher die Loͤwin


