Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Schuͤrzchen, einer Boͤchſe, in welcher ſie das Fett zum Einreiben aufbewahten, einem an einen hoͤlzer⸗ nen Stiel befeſtigten Schweife eines vierfuͤßigen Thie⸗ res zum Abtrocknen des Schweißes, und einer Haut um die Lenden, keine weitere Bedeckung.

Am Tage unſerer Abreiſe nahmen wir unſern Weg gerade nach Suͤd⸗Weſt durch die Gebirge; das Nacht⸗ lager ſchlugen wir erſt gegen 10 Uhr Abends in Fels⸗

boͤhlen auf, in welchen wir ziemlich gutes Waſſer ent⸗

deckten. Mit dem Anbruche des Tages ſah ich zu mei⸗ nem groͤßten Leidweſen, daß wir nns an einem hochſt durren Drte befanden, welcher nicht das geringſté Kraut hervorbrachte, ſo daß mein Vieh die ganze Nacht ohne Futter ſich behelfen mußte. Da nach der Verſiche⸗ eung der Honzouanas wir auf dem ganzen Weg kein Futter fur das Vieh und kein trinkbares Waſſer an⸗ treffen wuͤrden, ſo blieb mir kein anderes Mittel übrig, als meine Reiſe durch eine weniger duͤrre Gegend ſortzu⸗ ſetzen. Die Houzouanas riethen mir:dem Wege laͤngs des Fußes der Gebirge zu folgen. Ich befahl bierauf dem Zuge, etwas ſeitwaͤrts zu lenken. Der Wes war aber ſo ſteinig, daß wir auf eine Strecke von etwa 6 Meilen einen ganzen Tag brauchten. Auf dem ganzen Wege fand ich nichts; als das Neſt eines Straußes. Die Strauß⸗Henne, welche auf den Eiern brütete, hatte außer den neun Eiern des Neſtes, in welchem die Jungen ſchon ziemlich wett gekommen waren, noch vier Eier vor üch liegen. Dab dieſe der