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dem Lande der Kaffern bis zum Lande der großen Namaquas. Die Ausdehnung desſelben von Nord nach Sůͤd halte ich fuͤr beträchtlich, theils weil fuͤr ein nomadiſtrendes Volk ein großer Strich Landes erfordert wird, theils weil ich dieſe Nation fuͤr ſehr zahlreich halte. Was mir bei den Houzouanas am meiſten auffiel, war die ungeheuere Krouppe ihrer Weiber, welche ich am beſten mit den ſogenannten falſchen Hintern(eul pasti- che) vergleiche. Anfangs glaubte ich bie Entſtehung dieſes Auswuchſes in einer außerordentlichen Kruͤmmung des Ruͤckgrates, und einer Verlaͤngerung der Lenden⸗ wirbel, oder des Steisbeines ſuchen zu muͤſſen, wo⸗ durch dieſe Theile hervorgedraͤngt, und die Huͤften. ſelbſt aus ihrer natuͤrlichen Lage gebracht worden ſeyen. Allein bei naͤherer Unterſuchung fand ich den Knochen⸗ Bau nicht im Geringſten veraͤndert, und an den Ruͤckenwirbeln keine Mibgeſtalt. Die ganze verlän⸗ Lerte Krouppe beſtand aus einem Klumpen Fleiſch und Fett, welcher bei jeder Bewegung des Koͤrpers hin und her ſchwankt, und eine ſeltſame Bewegung her⸗ vorbringt. Dieſer auffallenden Mißbildung ungeachtet baden dieſe Weiber einen ſehr kleinen Fuß und aͤhnliche Haͤndez ihr Arm iſt von der ſchoͤnſten Form, und ihr ubriger Koͤrper durchaus wohlgeſtaltet. Da ſie den Maͤnnern auf ihren Wanderungen folgen muͤſſen, ſo tragen ſie, wie dieſe, Sandalen. Sie ſind uͤbrigens völlig nackt, und baben außer dem kleinen Scham⸗


