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die Männer; die Weiber blieben aber ſitzend bei den Huͤtten zuruͤck.
Am folgenden Tage ſchlug ich meinem Ver⸗ ſprechen zufolge mein Lager am ufer des Baches auf, welchen die Houzouanas ſich zum Wohnplatze er⸗ ſehen hatten. Kaum war dieſes geſchehen, ſo kamen alle Houzonanas zu uns, und bewieſen das groͤßts Zutrauen. Weit mißtrauiſcher aber waren meine Be⸗ gleiter, welche die Houtouanas mit Abſchen und Furcht anſehen.
Die Houzonanas ſind mehr klein als groß;z die groͤßten Maͤnner ſind kaum s Fuß hoch. Bei threm kleinen ſehr regelmaͤßis gebauten Koͤrper beſitzen ſis viel Staͤrke und Thatigkeit, einen dreiſten Anſtand, Muth und Stolz. Der Kopf des Houzouana iſt in Hinſicht des Charakteriſtiſchen ganz mit dem Kopfe der Hottentotten uͤbereinſtimmend; die Hautfarb⸗ iſt bei erſteren nicht ſo ſchwarz, als bei letzteren. Ihr krauſes Haar iſt ſo kurz, daß ich bei dem erſten Anblicke ihre Köpfe für geſchoren hielt. Die Naſe i bei den Honzouauas noch weit platter, als bei den Hottentottens eigentlich fehlt ihnen dieſelbe ganz, ſatt ihrer bemerkt man bloß die breiten Naſenloͤcherz welche hoͤchſtens s bis s Linien bervorſpringen. Mit Ausnahme des Schamgurtes gehen ſie ganz nackt. Sis ſind gaßtfreundlich, und ſehr ſchnell; nur die Notd treibt ſie zum Raube. Das Land der Houzouanas erſtreckt ſich von
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