Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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erfolgten nun Daͤnze, welche drei Tage und dtei Naͤchte ununterbrochen dauerten. Es wurden zur Vecherrlichung des Keſtes fette Schafe und2 Rinder geſchlachtet.

XII. Als ich mich mit einem neuen Geſpanne Ichſen verſehen wollte, erhielt ich dieſelben ſo billig, daß ich fuͤr einen Ochſen nur einen Nagel geben durfte. Wegen der Liebe der Koraquvis zum Stehlen, mußte man alle Gegenſtaͤnde, die ihnen gefallen konn⸗ ten, wegſchaffen. Die Koraquois ſind Abkoͤmm⸗ linge der Hottentotten. Wegen ihres Herum⸗ wanderns kommen ſie mit den verſchiedenſten Voͤlkern in Verbindung und nehmen daher auch Verſchiedenés von den Sitten derſelben an.

Bei dem Kraale Haripa's fand ich zwei neue Arten Wolfsmilchz erſtere nannte ich euphorbe à cõte de melon. letztere euphorbe à chenilles. Da wir bei der Fortſetzung unſerer Reiſe wenig Thiere, welche uns zur Nahrung dienen wuͤrden, antreffen konnten, ſo willigte ich in den Vorſchlag Haripa's, welcher so ſeiner Leute ausſandte, um Wild zuſammen zu treiben. Bald wurden wir durch die Erhebung einer Staubwolke, von der Ankunft der Thiere in Kenntniß geſetzt. Ha⸗ ripa legte ſich mit dem Geſichte auf den Boden, ich ſolgte ſeinem Beiſpiele. Kaum war ein Theil der zu⸗ ſammengetriebenen Thiere voruͤber gezogen, ſo fingen wir an, Harlpa mit den Pfeilen, ich mit der Flinte,

dieſelben zu erlegen, und zwat iu groher Anzahl, vhne