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jetzt drei Anfuͤhrer hervor, welche durch ihre Partheien faſt taͤglich Stteit verurſachten. Endlich überließ man es mir, einen Fuͤhrer zu waͤhlen. Ich ließ mein La⸗ ger aufſchlagen⸗ Bei dem Anblicke der fremden Ge⸗ genſtaͤnde äußerten die Bewohner die groͤßte Ver⸗ wunderung, beſonders ſtaunten ſie meine Kleidung, mein langes, nicht krauſes Haar, und die Weiße meiner Farbe an. Um nun das Wahlgeſchaͤft zu be⸗ endigen, ließ ich verkuͤndigen, wenn bis zum andern Tage kein Anfuͤhrer gewaͤhlt ſeyn wuͤrde, ſo wuͤrde ich den Kraal verlaſſen. Wirklich wurde am andern Dage ein Anführer, Namens Haripa vorgefuͤhrt. Es war ein großer wohlgebauter Mann, beilaͤufig 40 Jahre alt. Um die Wahl von meiner Seite zu beſtaͤttigen, hieß ich ihm eine Grenadier-Mutze aufſetzen, welche mit vergoldetem Blech verſehen war, das einen auf den Hinterfuͤßen ſtehenden Loͤwen⸗ in der einen Vor⸗ derpfote ſieben Pfeile, und in der andern einen Saͤbel! haltend, vorſtellte. An ſeinen⸗ Jackal befeſtigte ich verſchiedene Reihen Glas⸗Perlen, verſah ihn mit ei⸗ nem Leib⸗Guͤrtel, verzierte ſeine Arme mit Baͤndern aus Meſſingdraht, und legte ibm um den Hals ein meſſingenes Vorlegeſchloß, welches die Geſtalt eines Schmetterlinss hatte. Die Einweihungs⸗Zeremonie ſab die Horde ſtumm und unbeweglich und mit Er⸗ ſtaunen an. Als ich den Fuͤhrer der Horde vorſtellte⸗ gab das Volk ſeine Freude durch ununterbrochenes Geſchtei und wiederholten Beifall zu erkennen. Es
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