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richt lockte mehrere andere an und ſo bekam ich eilf Ochſen und einen ſchwarzen Stier.
X. Als wir dem Loͤwen⸗Fluſſe weiter folg⸗ ten, fanden wir ſein Bett ausgetrocknet. Jedoch ent⸗ deckten wir bald eine Quelle, welche ich von einer dicht an derſelben liegenden Schildkroͤte Schild kro⸗ ren⸗Quelle nannte. Wir erlegten viele Vogel⸗ und auch einen großen kap'ſchen Springhaſen. Am folgenden Tage nahmen wir unſern Weg nach MNW., um den ſogenannten krummen Fluß zu erreichen deſſen Bett von unbedeutender Siefe war. Gegen Mittag zeigten das Farenheit⸗Thermometer 100 und bei Untergang der Sonne goo. Des Windes und der Hitze ungeachtet ging ich an dem Ufer des Fluſſes umher, und entdeckte eine neue Adler-Art, welche ich le Griffard nannte, weil ihre Klauen ſtaͤrker und ſchaͤrfer ſind, als bei allen mir bekannten Adlern. Bei einer nordoͤſtlichen Richtung entfernten wir uns ganz vom Fluſſe, und ſchlugen unſer Lager am Ufer eines kleinen Baches auf, welcher zwar gleichfalls ausge⸗ trocknet war, aber doch an den niedrigſten Stellen einige Waſſertuͤmpel hatte. Bei dieſen ſchienen ſich alle aß⸗
rikaniſchen Ungeheuer verſammelt zu haben. Die wil⸗ den Thiere kundigten ſich von allen Seiten an, und unruhigten uns wahrend der Nacht nicht wenig.
Nachdem wir durch ein tiefes Bergthal gekom⸗ men waren, botraten wir eine Gegend, von welcher bei unſerer Ankunft die Hirten mit ihren Heerden


