Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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flohen. Ich ſchickte einige meiner Leute nach, um die Fliehenden von unſerer friedlichen Geſinnung zu üͤberzeugen, welches ihnen auch bald gelang. Der An⸗ fuͤhrer trank trotz ſeiner Krankheit ein Glas Brannt⸗ wein, und reichte den Ueberreſt einer ſeiner Frauen, welche mich von allen Seiten anſchaute, und endlich fehr viele Freundſchaft mir bezeigte. Ich erwiederts bre Zuneigung durch verſchiedene Geſchenke.

XI. In einiger Eutfernung von dem Kraale die⸗ fer Leute ließ ich mein Zelt aufſchlagen. Da ich ei⸗ nen Vogel erlegte, konnten ſich die Bewohner des Kraals gar nicht genug uͤber die Wirkung des Feuer⸗ Gewehres wundern. Am folgenden Tag beſuchten ſis mich in Menge, und da ich gerade meinen Quadran⸗ ten gegen die Sonne gerichtet hatte, hielten ſie ihn

fuͤr eine zweite Flinte, und erwarteten Stillſchwei⸗ gend den Schuß. Ich legte auch ein Fernglas auf das Geſtell, welches mir beim Abfeuern meiner großen Buͤchſe diente, richtete es nach dem Kraal, und ließ den Kuͤhnſten unter den Namaguas durchſchauen. Wie groß war ſeine Verwunderung, als er dicht vor ſeinen Augen eine Huͤtte erblickte, vor welcher zwei Kinder mit einander ſpielten. Er war vor Freuds außer ſich, alle ſeine Muskln zitterten, und bewegten ſich zugleich. Dhne das Auge von dem Glaſe wegzu⸗ wenden, griff er mit der Hand nach dem aͤußern Ends des Tubus, um das Geſehene auch zu fuͤhlen. Sich verwundernd, das Geſebene nicht weiter amutretfen⸗