Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

241

ten wir einen mit den ſchoͤnſten Baͤumen bepflanzten

Ort, wo wir ſehr reines Waſſer fanden, und in der

Ferne Giraffen, Gazellen, das Gnon und mehrere un⸗ bekannte Voͤgelarten ſahen. Die Weiber zeigten ſich bier zu meinem Dienſte ſehr eifrig.

Als ich Abends an dem ufer des Loͤwen⸗Fluſ⸗ ſes luſtwandelte, entdeckte ich faſt im Bette desſel⸗ ben eine ſo ſtark geſalzene Quelle, daß ich keinen Tropfen von dem Waſſer auf der Zunge leiden konnte. Wahrſcheinlich dringt dieſe Quelle bei ihrem unterip⸗ diſchen Laufe durch ein Steinſalz⸗Lager, welches ſio sum Theil aufloͤſet, und wegen der Hitze des Klimas um ſo mehr davon aufnimmt, weil durch die Waͤrme ſelbſt die Auflöſung des Salzes befoͤrdert wird. Außer den Salz⸗Quellen findet man in Afrika noch eine

WMenge Salz⸗Seen. Da das Waſſer dieſer Seen von einer Anſammlung des Regenwaſſers entſteht, ſo es wahrſcheinlich, daß ihr Salz⸗Gehalt bloß von ei⸗ nem Auslaugen der ſalzigen Erde kommt. Das ganzs Land an dem rechten Ufer des Löwen⸗Fluſſes be⸗ üeht aus einem quarzartigen Felſen, welcher an eini⸗ gen Stellen Eiſen und Kupfer, und ſogar Berg⸗Kri⸗

üallen von ſehr reinem Waſſer enthaͤlt, an mehreren

Drten ſich dem Granit naͤhert, und gelben und weiſ⸗ ſen Glimmer enthaͤlt.

Bei dem Kraal der Namaquas kam mir der

Anführer, von einigen Weibern und einem Theile der

maͤunlichen Vewohner begleitet, entgegen. Die groſ⸗