Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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beſchenkte mich mit einigen Schaafen, für welche ſeine Leute ſich Tabak erbaten, wie ich um Milch erſuchte.

VII. Den 1oten November begab ich mich am fruͤhen Morgen auf die Jagd; 6 Giraffen konnte ich nicht einholen, aber die ſiebente wurde durch meine Hunde ſo beſchaͤftigt, daß ich Gelegenheit bekam, ſie zu erle⸗ gen. Ich rief ſogleich meine Leute herbei, um die Freude dieſes Sieges mit ihnen zu theilen. Meine erſte Sorge war, das Maaß und die Verhaͤltniſſe der verſchiedenen Theile des Thieres genau zu zeichnen. Um die ganze Haut abzuloͤſen, machte ich den erſten Ein⸗ ſchnitt von der untern Lippe bis zum After. Nach dieſem erſtern brachte ich noch vier Einſchnitte an, und zwar an der innern Seite eines jeden Fußes, vom Hufe an bis zum Bauche. Waͤhrend ich mit einigen Hottentotten beſchoͤftigt war, die Haut des Thieres abzuziehen, entdeckten einige Namaguas bei dem Holzſammeln eine Quelle. Hier ließ ich die abgezogene Haut reinigen, und ſchenkte das Fleiſch des Thieres meinen Begleitern. Das gebratene Fleiſch der Giraſſe fand ich ſehr ſchmackhaft, und das Fett derſelben diente mir lange Zeit auf der Reiſe, wenn ich etwas von dem getrockneten Fleiſche des Thieres braten ließ.

Um die Haut des Thieres zu reinigen und zu trocknen, beſtreute ich ſie gleichmoͤßig an allen Thei⸗ len mit Holzaſche. Mit der Bereitung der Hufe war ich bald fertig; deſto langſamer ging es mit dem Kopfe.

Den Raum der vom Fleiſche befreiten Theile füllte