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ich mit Flachs aus, um die natürliche Geſtalt der
Theile zu erhalten. Weil ich die Hirnſchale ſelbß micht zerbrechen oder oͤffnen wollte, gerieth ich auf den
Einfall, das Gehirn mit einem rauhen Körper, als wie mit einem Schwamme, nach und nach herauszu⸗ ziehen. Mit einem eiſernen Drahte, deſſen Spitze ich mit den aus den Krooßen meiner Hottentotten gezo⸗ genen Huaren verſah, drang ich in die Deffnung den Pirnſchale, zog das Gehirn heraus, und fuͤllte die Hoͤhle mit Aſche aus. Die uͤbrigen Theile des Kopfes machten mir wenig Muͤhe. Die Aſche leiſtete theils durch ihre austrocknende Eigenſchaft, und theils als alkaliſches Mittel, mir ſehr gute Dienſte. Die Giraffe iſt ein wiederkauendes Thier; ihre gewöhnlichſte Nahrung iſt eine Art Mimoſa, welche die hohandiſchen Koloniſten Kameel⸗Dorne nennen⸗ Der ſchoͤnſte Theil der Giraffe iſt der Kopf; der Mund iſt klein, die Augen ſind lebhaft und weit geoffnet. Zwiſchen den Augen und uber der Naſe bemerkt man eine hervorſtehende Erhabenheit, welche aus einer An⸗ ſchwellung der knochernen Theile beſteht. Eine gleiche Bewanbniß hat es mit zwei Beuteln von der Groͤße eines Huͤhner Eies am Hinterkopfe auf jeder Seite der Maͤhne.
Die Hufe der Giraffe ſnd geſpalten, jedoch die vorderen ßaͤrker und dicker als die Hintern. Dis Beine ſind fein und ſchoͤn, aber das Knie iſt von Haaren entblößt. Es iß ein Itrthum zu glauben, daß
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