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bung am linken Ufer des großen Fluſſes genau ken⸗ nen gelernt hatte, ſo wollte ich nun auch das rechte kennen lernenz ich ſetzte alſo mit meinem Floß uͤber. Bald hatte ich mich daſelbſt genau umgeſehen, und ich hegte den Wunſch, dieſe Gegend ſobald als mög⸗ lich zu verlaſſen. Waͤhrend der fuͤnf Wochen meines Aufenthaltes an beiden ufern hatte es nur einmal wenig geregnet. Wir naͤherten uns dem Monate No⸗ vember, und die zunehmende Hitze war bereits fuͤhl⸗ bar; Mangel an Futter fuͤr unſer Vieh ſpiegelte uns das traurigſte Schickſal wieder vor. Ich wollte daher mein Lager unter Swanepoels Aufſicht auf einige Zeit verlaſſen, um jenſeits des Fluſſes die mir noͤthigen Zug⸗Dchſen einzutauſchen, und zugleich einige Giraffen zu erlegen, welche mich füͤr die Muͤhe und Koſten der Reiſe entſchaͤdigen ſollten.
vI. Ich waͤhlte zu dieſem Ausfluge Klaas Ba⸗ ſter, s Schuͤtzen, 8 Namaguas, 4 Hunde, den Af⸗ fen, 2 Pferde, und s Dchſen jum Tragen meiner Equ⸗ vage und Proviant. Die Namaquas, welche in der Gegend bekannt waren, riethen mir nach einem ſechs⸗ uͤndigen Marſche, das Lager zu ſchlagen und des an⸗ dern Tages das ufer des Fluſſes zu verlaſſen, indem wir in der Ebene die Giraffen eher anzutreffen hoffen koͤnnten. Waͤhrend der Nacht wurden wir durch das Gebrull dreier Loͤwen beunruhigt. Nachdem wir zwei Tage gegangen waren, ſtieß ich auf eine Horde, aus welcher ein ehrwurdiger Greis mir entgegen kam. Er
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