Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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derte ganz kleine Pagagaien, in der Groͤße der brafs lianiſchen Sperlinge; ihr Schnabel iſt faſanfaͤrbig, et⸗ was in das rothe fallend; der Hals vorn roſenroth, die Stirn etwas dunkel, der Schwanz ſehr kurz, grün mit abwechſelnden roſenfarbigen und rothen Streifenz der Steiß blau, und der ganze uͤbrige Koͤrper grünz ſie waren eine vortreffliche Speiſe. Der Strauch, auf welchem ſie ruhten, hatte taͤglich veraͤnderte Dornen, die obern lang und ſehr ſpitzig, die untern gekruͤmmt. Steckte ich die Hand in einen ſolchen, ſo wurde ich von den obern Dornen verwundet; wollte ich ſie zuruͤck ziehen, von den untern. Auf den nahen Bergen gab es viel Haſen, welche nach der Farbe, den gehegten Kaninchen glichen. In den Wäldern fehlte es nicht an Stein⸗ oder Haſe⸗Huhnern unge⸗ woͤhnlicher Art, noch weniger an großen Rebhuͤhnern und mehreren neuen Arten kleiner Voͤgel. Neue In⸗ ſekten entdeckte ich beſonders an den Mimoſa⸗Baͤm men.

Der Schein unſerer Feuer hei der Nacht, und das Schießen hei Tage, hatte verſchiedene Horden der großen Namaquas herbeigezogen, welche einige Meilen jenſetts des Fluſſes ſich aufhielten. Alle dieſe Wilden zeigten ſich gegen mich ſehr freundſchaftlich, und ich erfreute ſie immer mit dem Geſchenke einiger Produkte unſerer Jagd. Sie erzäblten mir, daß ich zwei Tagreiſen weiter Nordwarts viele Giraffen und Rbinocepos antreffen wurde. Da ich die ganze Umge⸗