Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

230

theilte. Bald naherten ſich mir ſeine Weiber und Kinder, weswesen ich den Sitz ſeiner Horde das Serail nannte. In der Naͤhe fand ich viele kleine Geier, von einer weiblichen Iſabel⸗Farbe, welche Buffon die Aegyptiſchen die Namaquas aber die weißen Kraͤhen nannten. Auf den Bergen fand ich verſchiedene ſchöne Pflanzen, z. B. zwei Arten von Lilien mit einer einzigen Blume, eine von karmoiſin⸗ rother, die andere von citrongelber Farbe. Schönemacker ließ ſeine Ochſen vor meine Wa⸗ gen ſpannen, und ich trat dann meine Reiſe zu einer andern Horde der kleinen Namaguas an. Ihr Land erſreckt ſich in der Laͤnge von den Camis⸗ Bergen bis zum abendlaͤndiſchen Meer, und in der Breite vom Lande Namero bis jum ufer des groſ⸗ ſen Fluſſes. Die Zahl der Einwohner maa ſich auf 6000 belaufen;z allein durch die Einfaͤlle der Buſch⸗ Hottentotten, und durch die Duͤrre des Bodens wird dieſe ganze Volks⸗Race bald verloͤſchen, wie viels andere Racen des mittagigen A frita's. 1v. Faſt bei alen Horden fand ich Arm⸗ und Hals⸗Vaͤnder, und Dhr⸗Gehaͤnge aus Kupfer, groß⸗ ſtentheils von ihnen noch geſchmolzen und bearbeitet. Manche Namagnas irugen in einem Ohre ſechs Gehuͤnge von der nämlichen Geſtalt, im andern kei⸗ nes, wie auch manche nur einen anderen Arm von der Handwurzel bis zum Ellenbogen mit kupfernen Armbändern behaͤnst hatten. Manche hatten einen