231
Theil ihres Geſichtes mit Farben beſchmiert, und in regelmaͤßige Felder getheilt, den andern weiß gelaſſen, oder mit andern Farben bemahlt. Ihr Kroos und uͤbrigen Kleider waren mit vielen Glas⸗Perlen und runden Kupfer⸗Kuͤgelchen behaͤngt; auch ihre Haare batten ſie verziert und mit eckelhafter Schmiere be⸗ deckt. Das Schaam⸗Schuͤrzchen der Weiber war mit verſchiedenen Reihen von Glas⸗Perlen verziert.
Regen gibt es in dieſem Lande nicht, wenn er nicht manchmal durch ein Gewitter herbeigefuͤhrt wird; daher mag die geringe Furchtbarkeit kommen. Von Namero bis zum großen Fluſſe erhebt ſich der Boden in eben dem Grade, als die Berge niedriger werden. Dieſe erheben ſich auf einmal, jenſeits des großen Fluſſes, und der dazwiſchen gelegene Boden erniedrigt ſich bis zu einer zweiten Reihe der Felſen. Da alſo dieſes Land weder große Waͤlder, noch hohe Berge hat, um die Wolken anzuhalten; fo ziehen dieſe ungehindert uͤber dasſelbe weg, und entladen ſüch des Waſſers auf den Spitzen der Camis⸗Berge in der Seſtalt des Schnees, in den Thaͤlern aber als Regen.
Schoͤnemacker führte uns anfangs nach der nord oͤſtlichen Seite zu den ſogenannten Kupferber⸗ gen, an welchen ich weder Kriſtaltſation, noch reinge⸗ diegenes Kupfer, ſondern nur Malachit fand. Die Berge beſtehen aus einem mit Glimmer vermiſchten Granit. Unter den Gewächſan daſelbſt etwahne ich
73. Sd. Afeika. III. 2. 7


