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V. Jeder Reiſende unter den Wilden muß ſich bemuͤhen, das Zutrauen zu gewinnen. Dieſer Zweck wird erreicht, wenn er ſie menſchlich behandelt, gegen ſie wohlthaͤtig iſt, ihre Schwaͤche nicht mißbraucht⸗ und ihnen eben ſo wenig Furcht einjagt, als von ſei⸗ ner Seite blicken läßt. Gewoͤhnlich erhaͤlt man von ihnen alles, wenn man nichts mit Gewalt fordert. Man muß ſich vollkommen zu beherrſchen wiſſen, und ſich vorzuglich häten, ihren Weibern ſich zu nähern: denn iſt ihre Eiferſucht gereizt, ſo ſnd ſie die unver⸗ ſohnlichſten Feinde. Bei einiger Klugheit wird man mit ihnen nicht zu vertraut werden, und das noͤthige Anſehen nicht verlieren. Will man ſich ihnen vorzuͤg⸗ lich empfehlen, ſo bediene man ſich ſeiner Flinte und anderer Waffen, nur um ihnen einige Dienſte zu lei⸗ ſen, 3. B. Wildpret zu verſchaffen, oder die ihren Heerden ſchaͤdlichen Thiere zu vertilgen, in welchem Falle man in dankbarem Andenken bleibt. Eben deß⸗ wegen iſt es auch beſſer, allein zu reiſen, als in Ge⸗ ſellſchaft mehrerer, durch deren ungleichartige Geän⸗ nung manche Unannehmlichkeit veranlaßt wird.
Eine beſondere Eigenſchaft aller Hottentotten iſt eine große Fertigkeit im Schwimmen und Laufen. Dieſes Geſchaͤft wiedetholen ſie taͤglich einige Male, wenn ſich ihnen Gelegenheit darbietet; ſie leben wie die Fiſche in ihrem Elemente, und befördern zugleich die Reinlichkeit uͤberhaupt.
Koch gibt es eine Abart von Hottentotten


