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gewoͤhnlich nicht eher als ſechs Wochen, ehe ſie ein anderes Kalb zur Welt bringt. Merkwuͤrdig iſt, daß die afrikaniſchen Kuͤhe deſto weniger Milch geben, je naͤher ſie den heißen Laͤndern ſind; waährend der Re⸗ genzeit, in welcher die Atmoſphaͤre abgekuͤhlt iſt, ſind ſie zwar milchreicher, allein auch den Seuchen deſtv mehr ausgeſetzt, welche oft ganze Heerden aufreiben.
Die erſte die ſer Krankheit heißt Lahm⸗Seuche. In dieſem Zuſtande wird das Vieh gewoͤhnlich ſchnell am ganzen Koͤrper lahm, kann ſich nicht auf den Bei⸗ nen erhalten, ſondern muß blos liegen, und iſt nach 14 Lagen zu Grunde gegangen. Sobald ein Stück von dieſem Uebel befallen wird, wird das noch geſunde Vieh von ihm entfernt. Da die Krankheit unbeilbar iſt, ſo wird jedes Stuͤck bei dem erſten Anfalle ſchon geſchlachtet. Die Koloniſten genießen dieſes ungeſunde Fleiſch, Sklaven und Hottentotten nebmen noch we⸗ niger Anſtand.
Die Zungen⸗Seuche beſteht in einer außeror⸗
dentlichen Anſchwellung der Zunge, welche dann den ganzen innern Raum des Mundes und Schlundes aus⸗ füllt, und das kranke Vieh dem Erſtickungs⸗Tode näbert. Dieſe Seuche iſt weit gefaͤhrlicher, als die erſte. Um das Fleiſch und die Haͤute zu erhalten, ſchlachten die Koloniſten das uͤbrige Vieb in der erfen Erſcheinung der Krankheit.
Die Klauen⸗Seuche bewirkt ein ſehr ſchnelles Anſchwellen der Hufe, welcher eine heſtige Eiderung


