Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſaͤndiges Reiben und Putzen einen vorzuͤglichen Glanz erlangen. Die Gonaquas ſind der Jagd ſehr ergeben, und haben darin eine große Geſchicklichkeit erlangt. Sie wiſſen ſelbſt großes Wildpret zu fangen, und ſie ſchieſ⸗ ſen es auch durch ihre vergifteten Pfeile, oder durch ihre Haſagaye. Ein durch einen vergifteten Pfeil ver⸗ wundetes Thier fuͤhlt die Wirkung des Giftes ſehr bald, weil das Blut dadurch zum Gerinnen gelangt; nicht ſelten ſah ich, daß ein ſo verwundeter Elephant 30 40 Meilen weiter niederſiel. Das Fleiſch der durch vergittete Pfeile gefallenen Thiere wird jedoch ohne Schaden und Furcht von den Gonagquas ge⸗ noſſen; nur die naͤchſt der Wunde befindlichen fleiſchi⸗ gen Theile werden als ſchaͤdlich ausgeſchnitten. Ich ſelbſt habe von dem Fleiſche ſolcher Thiere genoſſen, ohne die geringſte Unbeguemlichkeit zu fuͤhlen; doch huͤtete ich mich vor dem Fleiſche jener Thiere, in deren Körper ſchon das Gift laͤngere Zeit geweſen iſt. Ihre Pfeile ſcheinen weniger gefaͤhrlicher zu ſeyn, als ſie ſind; ſie ſind weder ſo lange, als die Pfeile der Ka⸗ raiben, noch tragen ſie ſo weit. Allein eben ihre ge⸗ ringe Groͤße macht ſie noch gefaͤhrlicher; denn ſobald ſie abgeſchoſſen ſind, kann man ſie weder ſehen, noch mit dem Auge verfolgen, folglich ihnen auch nicht ausweichen. Die geringſte Wunde durch dieſe Pfeile iſt tödtlich, ſebeld das Gift unmittelbar dem Blute beigemiſcht ißt, vder durch Zerreißung in den Koͤrper ein⸗