koſtbaren Halbſtiefeln tragen kann, ſchmuͤckt die Beine mit Schilfen, aus welchen die Matten gefertigt wer⸗ den, oder bedient ſich ſchmaler aus Ochſenhaͤuten ge⸗ ſchnittener Riemen, welche durch Klopfen rund ge⸗ macht werden. Anfangs woüten die Wilden durch das Schilf und die ledernen Ringe ihre Beine wahrſchein⸗ lich nur gegen das Stechen der Dornen und ſtach⸗ lichten Pflanjen, wie gegen den Biß der in Afrika ſehr zahlreichen Schlangen ſichern. Allein ſpäter be⸗ dienten ſich die Weiber der ſehr zerbrechlichen Glas⸗Ko⸗ rallen, ſtatt der Riemen und Ringe.
Die Weiber bedienten ſich zu ihrem Putze nur vorzuͤglich der rothen und ſchwarzen Schminke. Die erſtere beſteht aus einer Ocker⸗artigen Erde, wie gerie⸗ bene Dachziegeln, welche ſie mit Fett vermiſchen und
verdünnen. Die Schwaͤrte iſt nur mit Fett vermiſch⸗ rer Ruß, oder zerſtoßener Kohlenſtaub. Manche Wei⸗ ber bemalen blos die erhabenſten Stellen der Wangenz allein die meißen zeichnen das ganze Geſicht nach ge⸗ wiſſen regelmaͤßigen Abtheilungen; weswegen die Toi⸗ lette ſehr viel Zeit erfordert. Dieſe beiden Lieblings⸗ farben werden mit Buku⸗Pulver uͤberſtreuet, wel⸗ ches vor der gewoͤhnlichen Schminke unſerer Damen den Vorzug hat, daß es weder der Haut, noch der Bruſt im geringſten nachtheilig iſt.
Die maͤnnlichen Hottentotten bemalen ihr Ge⸗
ſicht niemals, hoͤchſtens beſchmieren ſie ihre obere Lip⸗
pen bis zu den Naſenloͤchern mit einer Miſchung der
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